PARC NATURAL DE SES SALINES D’EIVISSA I FORMENTERA

Der Naturpark, Ses Salines d’Eivissa i Formentera befindet sich mit den Naturreservaten, unter Wasser und am Land, zwischen den beiden Pityusen-Inseln Ibiza und Formentera.. Der Naturpark erstreckt sich vom Süden Ibizas bis zum Norden Formenteras und schließt die Meerenge ein, die Ibiza und Formentera trennt. Er hat eine Fläche von insgesamt 2752,5 Hektar Land (1776,3 ha Naturpark und 106,8 ha Naturreservat) und 14.028 Hektar Meeresgebiet (13.610,5 Naturpark und 416,9 Naturreservat).

Die Salinen von Ibiza und Formentera sind ein gutes Beispiel für die reiche Biodiversität des Mittelmeeres. Von besonderer Bedeutung sind die Ses Salines für die Zugvögel, die das Feuchtgebiet jedes Jahr aufs Neue als Rastplatz und Brut-und Nistgebiet nutzen. Das Naturgebiet von besonderem Interesse birgt Lebensräume zu Land und unter Wasser mit auch nach internationalen Maßstäben einzigartiger ökologischer, landschaftlicher, historischer und kultureller Bedeutung.

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Bereits in den 1970er Jahren starteten die ersten Bemühungen, den Schutz der Salinen gesetzlich zu verankern, und es gab eine kontinuierliche Forderung zur Schaffung eines Naturschutzgebiets. 1991 wurde ein Großteil des Gebiets zum ANEI (Naturgebiet von besonderem Interesse) erklärt. Mit dem Staatsgesetz 26/1995 vom 31. Juli 1995 wurde Ses Salines dann zum Naturreservat erklärt. Im Jahre 2001 wurde das Umweltschutzgesetz 17/2001 vom 19 Dezember 2001 verabschiedet, in dem die Salinen von Ibiza und Formentera zum Naturpark erklärt werden. Die Führung und Verwaltung wurden dem Kompetenzbereich der Balearenregierung zugewiesen.

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Unter anderem bedürfen nachfolgende Aktivitäten einer ausdrücklichen vorherigen Genehmigung:
  • Forschungsprojekte.
  • Sporttauchen.
  • Filmen und fotografieren.
  • Anzünden von Feuer.
Unerlaubte Aktivitäten und Nutzungen, die nicht mit dem Schutz des Gebietes vereinbar sind, sind im besonderen folgende:
  • Jetski fahren.
  • Unterwasserfischfang.
  • Schwimmen und Schlammbaden in der Lagune von S’Espalmador.
  • Das Betreten der Felsinseln und der Klippen und demzufolge der Besuch dieser Gebiete und das von Bord gehen.
  • Das Entfernen und Mitnehmen von Fauna und Flora sowohl im terrestrischen Gebiet als auch in der Meereszone.
  • Der Besuch oder die Benutzung der Salzbecken oder des Gebiets, das der Salzgewinnung dient, außerhalb der Besuchszeiten oder den speziell authorisierten Aktivitäten.
  • Das Übernachten in Zelten oder Wohnmobilen und Wohnwagen.
  • Das Steuern jedwelcher Art von motorisiertem Gefährt außerhalb der Wege und Straßen.
  • Das Betreten der Dünensysteme, der wichtigen Habitats und der Lebensräume von besonderem Interesse außerhalb der Laufstege, der Pfade und den ausgeschilderten Wegen
Um diese Aktivitäten anzumelden oder ihre Genehmigung anzufordern, bitten wir Sie, sich an folgende Stelle zu wenden: Conselleria d'Agricultura, Medi Ambient i Territori (c/ Murcia, 6, Eivissa oder in Gremi de Corredors 10. Polígon de Son Rossinyol, 07009 Palma)

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Der Naturpark erstreckt sich vom Süden Ibizas bis zum Norden Formenteras und schließt die Meerenge ein, die Ibiza und Formentera trennt.

MAPA

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Das Meeresgebiet macht in etwa 85% des gesamten Naturparks aus und ist durch den hohen ökologischen Wert der Posidonia-Seegraswiesen (Posidonia oceanica) gekennzeichnet. Diese submarine Pflanze, ein Endemit des Mittelmeeres, bildet den Lebensraum für den hochdiversen Fischbestand und marine Organismen, versorgt das Wasser mit Sauerstoff und ist Garantie für die Qualität des Wassers und seine Klarheit. Sie schützt die Strände vor durch Wellen verursachte Erosion und erhält die natürliche Dynamik des Dünensystems. Diese Seegraswiesen, die Besterhaltensten des Mittelmeeres, wurden als bevorzugt geschützter Lebensraum in die Habitat-Richtlinie (92/43/ EWG) aufgenommen und von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

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Das Landgebiet des Naturparks beherbergt mit insgesamt 178 Arten einen Großteil aller auf den Pityusen bestehenden Pflanzenformationen. Man findet den Mittelmeerpinienwald, an der Küste den Wacholder, die Queller und die halophile Vegetation rund um die Seen, das Dünensystem und die Küstenvegetation an der Steilküste. Etwa 210 Vogelarten wurden im Naturpark gezählt. Besonders erwähnenswert sind die Wasservögel Kolonien wie der Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus), der Stelzenläufer (Himantopus himantopus), die Brandgans (Tadorna tadorna), der Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus) und die Seevögel Kolonien wie die Korallenmöwe (Larus audouinii) und der Balearen Sturmtaucher (Puffinus mauretanicus). Im Binnensee „L’Estany Pudent de Formentera” gibt es einen der größten Schwarzhalstaucherschwärme Europas (Podiceps nigricollis). Zu den besonders erwähnenswertem Landtieren gehören die Pityusen-Eidechse (Podarcis pityusensis), eine endemische Art mit verschiedenen Untergruppen, der Gartenschläfer (Elyomis quercinus ophiusae) auf Formentera und verschiedene anderen endemische Schnecken

  • und Käferarten.

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Für alle, die aufgrund irgendeiner körperlichen oder geistigen Behinderung das Naturgebiet nicht besuchen können, besteht die Möglichkeit, die Routen in einem Joëlette-Rollstuhl zurückzulegen. Wenn Sie eine Route aus unserem Angebot wählen möchten, schlagen wir Ihnen bei der Informationsstelle des öffentlichen Landgutes gerne verschiedene Möglichkeiten vor. (Kontakttelefon des öffentlichen Landguts: 971 17 76 88) Um einen Besuch zu vereinbaren, setzen Sie sich bitte mindestens drei Wochen vorher mit den Freiwilligen des Roten Kreuzes in Verbindung. (Servicetelefon des Roten Kreuzes, verfügbar rund um die Uhr: 971 29 50 00) Der Besuch kann immer dann vereinbart werden, wenn Freiwillige verfügbar sind. Das Projekt wurde vollständig vom Hilfswerk der Bank „La Caixa“ finanziert. Was sind Joëlette-Rollstühle? Dabei handelt es sich um einrädrige, geländegängige Rollstühle, die Personen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit geben, auf nicht barrierefreien Wegen mit der Hilfe von drei oder mehr Begleitpersonen Wanderungen zu machen. Zugänglichere Naturschutzgebiete Die Naturschutzgebiete auf den Balearen bieten viele Möglichkeiten, die Natur zu genießen, aber in vielen Fällen war es bisher für Personen mit eingeschränkter Mobilität schwierig, dorthin zu gelangen. Jetzt ist es mit den Joëlette-Rollstühlen auch für diese Menschen möglich, die Natur direkt zu genießen. 12 Rollstühle stehen zur Verfügung Wir besitzen 12 Joëlette-Rollstühle, die in den Naturschutzgebieten der Balearen benutzt werden können: acht Rollstühle auf Mallorca, zwei auf Menorca, einer auf Ibiza und einer auf Formentera. Außerdem wurde eine Gruppe mit Freiwilligen zusammengestellt, die diese Stühle fahren können. Wer kann eine Route in einem Joëlette-Rollstuhl machen? Alle, sowohl Bewohner der Balearen als auch Auswärtige, die aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung nicht im Naturschutzgebiet wandern können, haben die Möglichkeit, in einem Joëlette-Rollstuhl eine Tour durch die Naturschutzgebiete auf den Balearen zu machen. Die Benutzung der Joëlette-Rollstühle ist aufgrund ihrer Merkmale auf Personen mit einem Gewicht von maximal 120 kg beschränkt. Welche Routen sind möglich? Die Naturschutzgebiete auf den Balearen haben sehr viele Strecken zu bieten. Erkundigen Sie sich für jeden einzelnen Fall, welche Wege am empfehlenswertesten sind, sowohl wegen ihrer Merkmale als auch ihres Schwierigkeitsgrades und abhängig von der Jahreszeit. Das Personal der Naturschutzgebiete kann Sie ausführlich beraten. Anfragen Auf Mallorca: Tel.: 971 295000 (24 Stunden), Rotes Kreuz der Balearen. Auf Menorca: Tel.: 971 17 77 05, montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr. Auf Ibiza und Formentera: Tel.: 971 17 76 88, montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr. Die Anfragen müssen mindestens 3 Wochen im Voraus gestellt werden. Der Tag für die Wanderung wird je nach Verfügbarkeit der Freiwilligen festgelegt. Wenn Sie bereits über die entsprechend ausgebildeten Begleitpersonen verfügen, die Joëlette-Rollstühle fahren können, muss die Verfügbarkeit der jeweiligen Anzahl an Rollstühlen bestätigt werden. Auch Bildungseinrichtungen können für gebuchte Ausflüge aus dem Lehrangebot der Naturschutzgebiete diese Rollstühle anfordern, indem sie auf dem Antragsformular angeben, wie viele sie benötigen. Die Benutzung eines Joëlette-Rollstuhls unterliegt der Verfügbarkeit des entsprechenden Fahrers. Die Rollstühle werden vollkommen kostenlos verliehen.

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  • Camí de l'estany des Peix
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  • Camí de sa Guia - es Trucadors
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  • Camí des Brolls
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  • Can Marroig - Torre de la Gavina

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Camí de l'estany des Peix

Dificultad:Niedrig
Distancia:3 km
Duración:35 min

Color:   

Diese Route führt um die Lagune Estany des Peix herum, eine halbgeschlossene, natürliche Bucht mit unterschiedlichen Lebensräumen, in denen eine Vielzahl von für den Naturpark repräsentativen Arten beheimatet ist. Die Strecke verläuft eben. Die Dauer beträgt mindestens 70 Min. (Hin- und Rückweg sowie Pausen). Die Route kann sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Die Route folgt dem gut markierten Camí de s’Estany. Die Route beginnt an der Küste bei Es Campament und umrundet die ganze Lagune Estany des Peix. Wir gehen um sie herum, bis wir auf den unasphaltierten Weg kommen, der uns bis an das Ende unserer Route führt.

Etapas

Die Route verläuft die ganze Zeit am Ufer der Lagune Estany des Peix. Dabei handelt es sich um eine halbgeschlossene natürliche Bucht, die über den Sa Boca genannten Durchlass noch mit dem Meer verbunden ist. Dank dieses Kanals wird das Wasser der Lagune durch Meerwasser erneuert. Darüber hinaus dient er kleinen Booten, die die Lagune Estany des Peix als Zufluchtsort benutzen, als Einfahrt. Dies wird in dieser Bucht schon seit jeher so gehandhabt, denn bereits Erzherzog Lluís Salvador beschreibt diese Gewohnheit auf Formentera in seinen Chroniken. Die anthropische Beziehung mit dieser Gegend hat sich nicht auf das Meer beschränkt. An den Ufern der Lagune Estany des Peix befinden sich bewirtschafteter Boden und Bauernhäuser. Die Zugangswege zu den Fincas sind von hohen, charakteristischen Trockensteinmauern gesäumt, was der Gegend ein besonderes Erscheinungsbild verleiht.
Der repräsentativste Aspekt dieser Gegend sind zweifellos ihre unterschiedlichen marinen und litoralen Lebensräume. Der überschwemmte Teil der Lagune Estany des Peix zeichnet sich durch eine Gemeinschaft aus, die aus der Verbindung einer Grünalge (Caulerpa prolifera) und einer Samenpflanze (Cymodocea nodosa) besteht. Im Bereich des Zufahrtskanals Sa Boca gibt es eine Neptungraswiese (Posidonia oceanica) auf Höhe Null. Das bedeutet, dass sie bis auf Meeresspiegelhöhe wächst. Die Ökosysteme entlang unserer Route bestehen aus einer abwechselnden Folge von Sandstränden und kleinen Felsbuchten. Die unterschiedliche Morphologie der Küstenabschnitte ermöglicht die Ansiedlung verschiedenartiger Pflanzengemeinschaften: In den Gebieten, die am meisten von der Überflutung mit Salzwasser betroffen sind, können wir Queller (Gattung salicornia) und Binsen antreffen. Danach entwickelt sich ein bedeutender Küsten-Wacholderwald. Und im Verlauf des Rundwegs können wir verschiedene Strandfliederarten sehen (Limonium sp.), von denen einige endemische Arten auf Formentera sind. Auf unserer Route kommen wir zu einer Stelle, an der direkt am Ufer zwischen Phönizischem Wacholder einige Fischerhütten stehen. Diese einfachen Strukturen aus Holz mit Dächern aus Palmwedeln und anderen pflanzlichen Materialien dienen der Aufbewahrung und dem Schutz von Booten sowie Fischerwerkzeugen und Netzen. Die jahrelange Verwendung der Lagune Estany des Peix als natürlicher Hafen hat ihr einen besonderen Charakter verliehen, der eng mit Booten und Fischerei verbunden ist. Auf der Lagune sind viele kleine Boote unterwegs und um die Lagune herum, in der Nähe von La Savina, auf der Seite von S’Estreterol de sa Boca etc. gibt es Fischerhütten, die noch immer genutzt werden.
Nachdem wir auf unserem Weg den Teil durchquert haben, der am weitesten vom Wasser entfernt liegt, kommen wir in eine Gegend, die Els Estanyets genannt wird. Dabei handelt es sich um eine Reihe von kleinen Wasserbecken, die zusammen mit dem Landstreifen, der die Lagune Estany des Peix vom Meer trennt, Ses Bassetes genannt werden. Hier wurde früher Salz gewonnen. Man geht davon aus, dass es sich um die ältesten Salinen Formenteras handelt, die noch aus der Römerzeit stammen. Die Anlage besteht im Wesentlichen aus zwei größeren Lagunen, die von dem unasphaltierten Weg voneinander getrennt werden, auf dem unsere Route verläuft. Das Ganze wird von einer Reihe von Trenndeichen ergänzt, auf denen Salzpflanzen (Queller, Strandflieder etc.) wachsen. Die Eigenschaften der Trenndeiche mit ihrer typischen Vegetation aus Sand- und Schlammpflanzen, die sich an den Ufern der Lagune bilden, machen diese Stelle zu einem wichtigen Brutgebiet für eine Vielzahl von Wasservögeln, die hier Nahrung suchen und rasten. Dazu gehören Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus), Stelzenläufer (Himantopus himantopus) und Brandgänse (Tadorna tadorna), die auf Nahrungssuche hierher kommen. Die beiden letztgenannten Arten nisten zwar auf Formentera, nutzen aber Els Estanyets lediglich für Rast und Nahrungssuche. Zu den Stammgästen zählen Seidenreiher (Egretta garzetta), Graureiher (Ardea cinerea), Brandseeschwalben (Sterna sandvicensis), Krähenscharben (Phalacrocorax aristotelis) und Kormorane (Phalacrocorax carbo). Wir lassen das Gebiet Els Estanyets de Can Marroig hinter uns, überqueren einen Parkplatz und gelangen zu einem Übergang aus Holz, der uns durch einen sehr gut erhaltenen Küsten-Wacholderwald an die Küste führt, in eine Gegend, die Es Caló de s’Oli genannt wird. Dabei handelt es sich um eine offene Bucht mit Sicht auf den Hafen von La Savina und den Teil von Ses Illetes bis zum Pas des Trucadors, mit S’Espalmador und Ibiza in der Ferne. Dieses Gebiet zeichnet sich durch eine niedrige Felsküste aus, die vor den Stürmen aus Westen und Osten gut geschützt ist. Von der Stelle aus, an der die Route zu Ende ist, sind die Fischerhütten zu sehen, die sich in Richtung der Landzunge Sa Pedrera de Can Marroig befinden. Der Küstenabschnitt wird von einer ausgedehnten, aufsehenerregenden Neptungraswiese (Posidonia oceanica) beherrscht. Im Spätsommer oder Frühherbst verliert die Pflanze ihre Blätter und an der Küste bilden sich große Anhäufungen aus diesen Pflanzenresten. Dieser Umstand konditioniert in hohem Maß das Überleben der küstennah wachsenden Pflanzen, da die vom Wind angewehten Blätter praktisch die einzige organische Materie sind, die sie erhalten. Es sind Pflanzen, die an die harten Bedingungen an dieser Felsküste angepasst sind und einem hohen Salzgehalt sowie Wassermangel standhalten. Zu diesen Arten gehört das zart aussehende Leimkraut (Silene cambessedesii), eine auf Ibiza und Formentera sowie an der Ostküste des spanischen Festlandes endemische Art. Auf diesen ersten Pflanzengürtel folgt eine andere Formation, die vom Phönizischen Wacholder (Juniperus phoenicea subsp. turbinata) geprägt wird. Der Küsten-Wacholderwald in diesem Teil der Küste von Formentera ist gut erhalten und beheimatet sehr interessante Arten.

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Camí de sa Guia - es Trucadors

Dificultad:Niedrig
Distancia:3,5 km
Duración:70 min
Recomendaciones:Zu Fuss oder mit Fahrad (ausser letzte Teil)

Color:   

Ausgehend vom Ortskern von La Savina können wir an der ehemaligen Strecke des Salzzuges entlang und weiter durch die Dünen bis zum Pas des Trucadors gehen. Die Strecke kann sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden (mit Ausnahme des letzten Stücks, das nur zu Fuß zurückgelegt werden kann). In den Sommermonaten ist zu berücksichtigen, dass es ratsam ist, die Strecke am frühen Morgen oder am späten Abend zurückzulegen, da es sehr heiß werden kann und an Teilabschnitten des Weges keine Schattenmöglichkeiten gegeben sind.

Etapas

Wir gehen am Hafen Port de la Savina los. Neben der Berufsvereinigung der Fischer Confraria de Pescadors gehen wir eine kleine Steigung zu einem nicht asphaltierten Weg, dem Camí de sa Guia, hinauf. An dieser Stelle beginnt unsere Route. Vor uns liegt ein langer geradliniger Weg. Von dieser leicht erhöhten Stelle aus haben auf der einen Seite einen guten Ausblick auf die Lagune S’Estany Pudent und auf der anderen Seite auf das Meer und den ganzen Strand Platja des Cavall d’en Borràs. Bis in die frühen 80er Jahre wurde auf der Insel Formentera Salz gewonnen. Die Lagune S'Estany Pudent spielte bei diesem Prozess eine wichtige Rolle, da sie der Vorkonzentration des Salzes diente, bevor das Wasser in die Salinen Ferrer und Marroig weitergeleitet wurde. Die gesamte Wegstrecke entlang können wir zahlreiche Strukturen sehen, die mit der ehemaligen Salzgewinnung auf Formentera in Verbindung stehen, wie hier die alten Guafes, große Speicher aus Trockensteinmauern, in denen das Salz gelagert wurde, und die Sèquia, ein künstlicher Kanal aus dem 19. Jh., der von der Kirche angelegt wurde, um der Entstehung von Krankheiten infolge des gestauten Wassers vorzubeugen. Der heutige Kanal entspricht der zweiten Mündung, die angelegt wurde. Die erste wurde anlässlich der Konstruktion eines Wasserbeckens geschlossen, in dem die in der Lagune S'Estany Pudent gefangenen Fische aufbewahrt wurden. Die Struktur dieses Beckens an der Mündung des Kanals ist noch zu erkennen. Nach dem Kanal führt der Weg durch einen litoralen Wacholderwald auf einem gut erhaltenen Dünensystem direkt an der Küste. In diesem Küstenabschnitt wechseln sich kleine felsige Buchten mit kleinen Sandstränden ab. In den Buchten können wir große Mengen von angehäuftem Neptungras sehen, das bei Sturm vom Meer angeschwemmt wird. Diese Überreste spielen in zweifacher Hinsicht eine wesentliche Rolle für Entstehung und Gleichgewicht der Gemeinschaften in diesem Gebiet: Zum Einen schützen sie die Küste bei Unwetter und zum Anderen sind sie praktisch die einzige Quelle für organische Materie, die den Dünenpflanzen zur Verfügung steht. Die Route verläuft weiter auf dem Weg Camí de sa Guia, auf dem einst das Salz mit dem Salzzug von den Salzlagunen zum Hafen Port de la Savina befördert wurde.
Dabei handelt es sich um eine Reihe von Salzlagunen, die sich von Süden nach Norden erstrecken. Sie sind ganz im Süden mit der Lagune S’Estany Pudent und an der Seite, die der Salzmühle Molí de Sal (im Norden) am nächsten liegt, mit den Lagunen verbunden, in denen die Kristallisation erfolgte. Vom Weg aus können wir den Entwässerungskanal und den Umgehungskanal sehen. Ersterer hatte die Aufgabe, zu verhindern, dass sich Süßwasser mit dem Wasser der Lagunen vermischte. Der zweitgenannte Kanal beförderte das stark salzhaltige Wasser in die jeweils gewünschten Lagunen. Die Aufgabe dieser Lagunen hat zur Ausfällung unterschiedlicher Salztypen (Magnesiumsalz, Gips etc.) geführt, wodurch eine Reihe von sehr wichtigen und exklusiven Pflanzengemeinschaften entstanden ist, die von verschiedenen Arten der Gattung Limonium beherrscht werden. Darüber hinaus handelt es sich um das Brutgebiet des Seeregenpfeifers (Charadrius alexandrinus) und der Brandgans (Tadorna tadorna). Auch andere Arten kommen in diese Gegend, um Nahrung zu suchen und zu rasten. Diese Salinen haben somit neben ihrer Eigenschaft als Naturerbe und ihrer ethnographischen Bedeutung auch eine hohe Relevanz für die Arterhaltung. Die Strecke des einstigen Salzzuges endete an der Salzmühle Molí de Sal, die auch Molí des Carregador genannt wird. In der ersten Zeit der Salinen bestand dieser Bau aus einer Windmühle zum Mahlen von Salz. Daneben war ein Platz mit Salzhalden und einem Salzlager. In jener Zeit wurden Schiffe auch an dieser Stelle der Küste beladen. Allerdings konnten dort nur kleinere Schiffe anlegen. Später wurde der Ort zum Mahlen des Salzes und Beladen der Schiffe mit Salz in den Hafen Port de la Savina verlegt.
Wir lassen die Salzmühle Molí de Sal hinter uns und kommen in eine Gegend, die Ses Illetes genannt wird. Dabei handelt es sich um eine Reihe kleiner Strände mit weißem Sand, kristallklarem Wasser sowie einem repräsentativen, gut erhaltenen Dünensystem. Der dem Meer zugewandte Teil des Dünensystems ist durch eine Abfolge von Salzpflanzen oder Halophyten gekennzeichnet, darunter die Leimkrautart Silene cambessedesii, die Stranddistel (Eryngium maritimum), der Europäische Meersenf (Cakile maritima), die Strandwinde (Calistegia soldanella) und der Gewöhnliche Strandhafer (Ammophila arenaria). In der zweiten Reihe des Dünenstreifens wächst ein litoraler Wacholderwald auf gut befestigten Dünen. In unmittelbarer Nähe dieser erstrangigen Naturwerte sind ethnographische Elemente vorhanden. Am Strand Platja de les Xal·lanes gibt es einen Brunnen aus Trockensteinmauern, dem einst Süßwasser entsprang. Dies war bei den Seeleuten wohlbekannt und es ist überliefert, dass im 18. Jh. Matrosen von anderen Orten der Balearen hierher kamen, um sich mit Wasser zu versorgen. Die Pflanzengemeinschaften in diesem ganzen Küstengebiet gehören zu den bedeutendsten Naturwerten der Gegend. Dem Phönizischen Wacholder (Juniperus phoenicea turbinata) kommt dabei eine herausragende Stellung zu: Er beherrscht die litoralen Waldformationen und ermöglicht die Ansiedlung kleiner Sperlingsvögel wie der endemischen Balearengrasmücke (Sylvia balearica). Der Weg führt weiter am Strand Platja de n’Adolf entlang, der viel länger als der vorherige Strand ist, aber ebenfalls feinen weißen Sand und ein umfangreiches Dünensystem aufweist. Am nördlichen Ende des Strandes erhebt sich der Puig de n’Adolf, ein kleiner Felsvorsprung, von dem aus wir einen atemberaubenden Ausblick auf unsere bisher zurückgelegte Wegstrecke, die Halbinsel Des Trucadors, Els Freus und die Insel Ibiza haben. Was die Besucher dieser Stelle besonders überrascht, ist, dass man auf beiden Seiten der Erhöhung das Meers sehen kann, im Westen und im Osten. Sobald wir vom Puig de n’Adolf wieder heruntergestiegen sind, führt der Weg weiter über die schmale Halbinsel Des Trucadors. Das Besondere an diesem Teilstück ist, dass wir dem Meer auf beiden Seiten ganz nah sind. Abermals wechseln sich auf einem Gutteil der Strecke kleine weiße Sandstrände und kleine Felsbuchten ab. Schließlich kommen wir zum Pas des Trucadors. Dabei handelt es sich um einen schmalen Meerstreifen von geringer Tiefe, aber mit starker Strömung, der Formentera von S’Espalmador trennt. Das Ende der Halbinsel ist eine gute Stelle zum Rasten, für ein erfrischendes Bad im Sommer und einen herrlichen Ausblick auf die Felseninsel S’Espalmador, die größte im Naturpark Ses Salines. Hinweis: Die Besucher werden darauf hingewiesen, dass es nicht ratsam ist, über den Pas des Trucadors nach S’Espalmador zu gelangen, da in diesem Bereich starke Strömungen herrschen, die sehr gefährlich sein können.

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Camí des Brolls

Dificultad:Niedrig
Distancia:4 km
Duración:70 min

Color:   

Am Estany Pudent-Ufer entlang haben wir die Möglichkeit, die verschiedenen Landschaften im Umfeld dieser Küstenlagune zu genießen und einen Teil der Struktur der alten Salzindustrie von Formentera kennenzulernen. Die Strecke beginnt an der Ortschaft Savina auf dem als Camí dels Brolls ausgeschilderten Weg. Von hier aus kann man die Salinen von Ferrer sehen.

Etapas

Um die ganze Lagune Estany Pudent herum können wir die unterschiedlichen Lebensräume dieses litoralen Feuchtgebiets sowie einen Teil der Struktur der ehemaligen Salzindustrie Formenteras kennen lernen. Die Route beginnt neben dem Ortskern von La Savina auf dem Weg, der mit Camí dels Brolls ausgeschildert ist. Von dieser Stelle aus können wir die Salinen Salines de Ferrer sehen. Die Route verläuft eben. Die Strecke kann sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Die Route ist durchgehend deutlich markiert.
Die Lagune Estany Pudent ist ein großes Feuchtgebiet mit einer Ausdehnung von 3,5 km2. Sie besitzt lediglich eine künstliche Verbindung zum Meer, den Sa Sèquia genannten Kanal, im nördlichen Teil der Lagune. Diese Verbindung wurde Mitte des 19. Jh. auf Anordnung der Kirche angelegt, um eventuellen Krankheiten infolge des gestauten Wassers vorzubeugen. Die großen Ausmaße der Lagune und der eingeschränkte Zufluss von Meerwasser bedingen, dass sich das Wasser der Lagune kaum erneuert. Im Lauf des Jahres weist dieses Wasser im Durchschnitt einen drei Mal höheren Salzgehalt als das Meerwasser auf. Ein Umstand, der die Tiere und Pflanzen konditioniert, die wir am Weg sehen können, und die sich an diese harten Bedingungen angepasst haben. Die Eigenschaften der Lagune wurden von der Salzindustrie genutzt, die auf Formentera bis in die frühen 80er Jahre in Betrieb war und von der die Lagune zur Vorkonzentration eingesetzt wurde. Anschließend wurde das stark salzhaltige Wasser in die Verdunstungsanlagen in den Salinen Ferrer und Marroig weitergeleitet. Zur Verbesserung des Salzherstellungsgewerbes wurde die Uferlinie der Lagune Estany Pudent umgestaltet, indem eine Mauer errichtet wurde, die sie von dem „Circumval•lador“ genannten Kanal trennt, der der Kanalisierung und zugleich der Konzentrierung diente.
Der bis jetzt zurückgelegte, erste Wegabschnitt weist ein anthropisierteres Erscheinungsbild und das Vorhandensein vielfältiger hypersaliner Lebensräume auf, die von Queller und anderen Pflanzengemeinschaften beherrscht werden. Auf der am weitesten von der Lagune abgewandten Seite ist ein gut erhaltener litoraler Wacholderwald zu sehen. Wir gehen weiter und gelangen in eine Gegend, in der der Queller Süßwasservegetation weicht, mit Schilfrohr (Phragmites australis), Schmalblättrigem Rohrkolben (Typha angustifolia) und Pfahlrohr (Arundo donax). Dieser Umstand geht auf eine Reihe von Süßwasserquellen zurück, daher der Name Camí des Brolls. Dieses Wasser wird zusammen mit dem Regenwasser im Entwässerungskanal gesammelt, der die ganze Lagune Estany Pudent umrundet und (am Hafen Port de la Savina und der Lagune Estany des Peix) ins Meer mündet. Damit sollte verhindert werden, dass dieses Süßwasser den Salzgehalt des Wassers senkt, das zur Salzgewinnung bestimmt war. Die übrige Vegetation in dieser Gegend besteht aus Gemeinschaften von Stechender Binse (Juncus acutus) und der Simsenart Scirpus nigricans, Phönizischem Wacholder (Juniperus phoenicea), Mastix-Sträuchern (Pistacea lentiscus) und verschiedenen Arten der Gattung Limonium. Diese besonderen Bedingungen haben die Ansiedlung von Wasservögeln ermöglicht, die sich gänzlich von den Gemeinschaften in der Lagune Estany Pudent unterscheiden. Der Abschnitt am Entwässerungskanal bei Els Brolls ist der einzige Ort auf Formentera, wo Teichralle (Gallinula chloropus) und Stockente (Anas platyrhynchos) nisten. Die Uferseiten des Kanals bieten zudem ein ideales Habitat für andere Arten, die typischer für salzhaltige Lebensräume sind, wie zum Beispiel die Brandgans (Tadorna tadorna). Die Route geht weiter auf dem Hauptweg um die Lagune Estany Pudent herum. Nachdem wir jenen ersten Bereich mit der Süßwasserquelle passiert haben, kommen wir zu einer zweiten Quelle, die ebenfalls mehr von Sumpf- als von Salzpflanzenvegetation geprägt ist. Diese Gemeinschaften wachsen in Übergangsbereichen, die für die Ansiedlung verschiedener Tiere äußerst bedeutend sind. Dieser Bereich ist sehr wichtig als Brutgebiet für Arten wie dem Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus), der Brandgans und dem Stelzenläufer (Himantopus himantopus), die die Mauern der Salinenstruktur nutzen, um dort ihre Eier zu legen. Auch die gegenwärtigen Kolmationsbedingungen der Sedimente haben die Entstehung kleiner Strände begünstigt, was zugleich das Nahrungsangebot dieser Arten verbessert. In diesem südlichen Teil der Lagune Estany Pudent werden die Ufer sehr breit und belegen große überschwemmbare Bereiche. Die Landschaft ist geprägt von großflächigen Tümpeln zwischen halophiler Vegetation, die von Queller und Binsen beherrscht wird. Im Winter ist der Bereich überflutet und eine Vielzahl von Vögeln nutzen ihn zur Rast und Nahrungssuche. Im Sommer hingegen macht er infolge des hohen Wassermangels einen ausgetrockneten Eindruck. Die ornithologische Bedeutung der Lagune Estany Pudent geht nicht nur auf das Vorkommen der verschiedenen dort nistenden Arten zurück. Alljährlich kommt diesem Naturraum durch die Ankunft einer ganzen Reihe von Zugvögeln, die zum Überwintern nach Formentera kommen, besondere Bedeutung zu. Von diesen Arten ist die Vielzahl von Schwarzhalstauchern (Podiceps nigricollis) besonders hervorzuheben, die in der Lagune Estany Pudent überwintern. Diese Art trifft bereits im Sommer ein, wenn die Fortpflanzungszeit in den nördlicheren Gebieten Europas zu Ende ist. Nach und nach nimmt die Anzahl der Tiere zu, bis sie vor Winterbeginn Tausende von Exemplaren erreicht. Sie bleiben den ganzen Winter über in der Lagune und im Frühjahr fliegen sie wieder in ihre Heimat zurück. Der Weg geht weiter um die Lagune herum und nähert sich immer mehr der Es Pujols genannten Gegend. An diesem letzten Teilabschnitt wachsen am Weg ab und zu kleine Tamarisken-Gruppen (Tamarix sp.). Diese Haine sind als Sichtschutz von enormer Bedeutung, da sie den nistenden Arten und Zugvögeln des Gebiets mehr Ruhe gewährleisten. Außerdem steigern sie die Diversität von Biotopen und ermöglichen kleinen Sperlingsvögeln den Aufenthalt in den Uferzonen der Lagune. Der letzte Abschnitt der Route weist wie der erste ein anthropisierteres Erscheinungsbild auf und man ahnt bereits die Nähe der Ortschaft Els Pujols.

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Can Marroig - Torre de la Gavina

Dificultad:Niedrig
Distancia:3,5 km
Duración:1 h
Recomendaciones:Ein Teil der Route ist ein Rundweg. Die Strecke verläuft eben. Die Dauer beträgt mindestens eine Stunde. Die Strecke kann sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Die Route verläuft auf ihrer gesamten Länge auf einem gut markierten Weg

Color:   

Von den Häusern Cases de Can Marroig bis an die Küste: Auf dieser Route entdecken wir die Vielfalt und Naturwerte dieser öffentlichen Finca. Cases de Can Marroig liegt in der Ebene im unteren Abschnitt von Porto Saler und ist der Ausgangspunkt unserer Route. Dabei handelt es sich um ein Haus mit einem großen Keller und zwei Geschossen: Das obere Stockwerk war die Wohnung der Herrschaft —zuerst der mallorquinischen Familie Marroig, bis der Besitz später auf Eigentümer aus Ibiza überging— und im unteren Stockwerk wohnten die Vorarbeiter. Die öffentliche Finca Can Marroig erstreckt sich über 149 Hektar. Sie bildet ein Mosaik aus unterschiedlichen Ökosystemen und Lebensräumen, von denen viele das Ergebnis ihrer uralten anthropischen Beziehung mit der Umwelt sind.

Etapas

Gleich gegenüber dem Haus am Empfangszentrum vorbei schlagen wir einen Weg ein, der durch ehemals bewirtschaftete Felder führt, die mehr oder weniger wieder von der ursprünglichen Vegetation überwachsen sind. An der Grenze zwischen Wacholderwald (Juniperus phoenicea) und Ackerland liegt der einstige Dreschplatz, der vor vielen Jahren von zahlreichen Strohschobern umgeben war. Auf diesen Feldern herrscht Unkraut und Ruderalvegetation vor, mit Arten, die eng mit der Tätigkeit des Menschen verknüpft sind. Inmitten dieser Pflanzen versucht der Phönizischen Wacholder, sein ehemaliges Territorium zurück zu erobern. So sind Bäume in unterschiedlichen Größen zu sehen, die hie und da auf den ehemaligen Äckern wachsen. In den ersten Phasen der Besiedlung von Formentera wurde mit einer unbewässerten Landwirtschaft begonnen, die allmählich ausgebaut wurde. Auf der Finca Can Marroig war dies im Wesentlichen Getreide, Wein und Feigen. Im Verlauf unserer Wanderung können wir verschiedene Zeugen für die einstige Landwirtschaft und Viehzucht sehen. Inmitten eines großen Ackers steht noch die Struktur eines Schöpfrads. Neben dem Schöpfrad befindet sich ein großes Wasserbecken. Von dieser Anlage aus zweigt ein Kanal ab, in dem das Wasser über das Ackerland auf einem Großteil der Finca geleitet wurde. Nur ein paar Meter neben dem Schöpfrad ist der Umriss einer ehemaligen Wassermühle zu sehen: Die Mühle Molí Petit de Can Marroig, bei der die Struktur von Achse und Flügeln teilweise noch erhalten ist. Der Weg führt weiter durch die ausgedehnten Felder der Finca, die derzeit zwar nicht bewirtschaftet werden, jedoch eine grundlegende ökologische Rolle spielen: Es sind Ökosysteme, die dabei sind, sich wieder zu erholen, und für zahlreiche Steppenvogelarten wie Feldlerche (Alauda arvensis), Theklalerche (Galerida teklae) oder Triel (Burhinus oedicnemus) von großer Bedeutung sind. Darüber hinaus sehen wir weitere Elemente, die mit der landwirtschaftlichen Tätigkeit der Finca in Verbindung stehen. Am Wegesrand steht die Mühle Molí Gros, die in Marès-Stein gegraben wurde und zu einem Wasserkomplex gehörte, neben einem großen Wasserbecken und einer Reihe von Stollen. Sie hat die gesamte Struktur von Achse und Flügeln verloren, und der Turm befindet sich, da er aus Kalksandstein besteht, in einem sehr schlechten Zustand. Nur wenige Meter von der Mühle Molí Gros entfernt befinden sich auf der rechten Seite des Wegs, bereits im bewaldeten Gebiet, Überreste einer Hütte, die als Werkzeugschuppen und in jüngerer Zeit als Schweinestall diente. In diesem Teilabschnitt wird die Vegetation waldiger und ein gutes Stück der Strecke gehen wir durch den geschützten schattigen Kiefernwald, der einen Großteil der öffentlichen Finca charakterisiert. Ihre abwechselnden Lebensräume und Ökosysteme gehören zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten und Naturwerten der Finca Can Marroig. Die den Häusern am nächsten gelegenen Bereiche sind, wie bereits erwähnt, von Ruderalvegetation und Unkraut geprägt, was typisch für brachliegendes Ackerland ist. Kiefern und Phönizischer Wacholder beherrschen den Wald in Can Marroig: Der innere Teil wird vom Kiefernwald eingenommen, während die Wacholderwälder in den Randgebieten der Finca vorherrschen. Zu den eigentümlichsten Pflanzengemeinschaften, die weitläufige Bereiche dieses Naturreservats kennzeichnen, gehören Kräuter wie Rosmarin (Rosmarinus officinalis und Echter Thymian (Thymus vulgaris subsp. aestivus).
Wir gehen weiter auf dem Weg durch den Kiefernwald und kommen auf eine Art Lichtung, wo sich die Vegetation vollkommen verändert. Wir stehen vor einer großen steinigen Ebene mit der für Küstenfelsen typischen Vegetation. Dort gibt es kümmerlichen Phönizischen Wacholder, der unter dem Einfluss des salzhaltigen Meereswindes gewachsen ist. Andere Arten wie Strandflieder (Limonium spp.) oder die Mittelmeer-Strohblume (Helichrysum stoechas) schmücken die riesige Steinfläche mit kleinen Farbtupfern. Von dieser Stelle aus können wir den Turm Torre de sa Gavina aus dem 18. Jh. sehen. Er wurde 1762-1763 gebaut und war einst ein Element zur aktiven Verteidigung, auch wenn es so scheint, als sei er nie mit Artillerie ausgerüstet gewesen. Von diesem Turm aus besteht Blickkontakt mit den Türmen Sa Guardiola (S’Espalmador), Punta Prima (Es Pujols) und Punta de ses Portes (Ibiza). Die Struktur entspricht dem Standardmodell eines Turmes zweiter Klasse, mit einer Höhe von acht Metern, einem Außendurchmesser von zwölf Metern und einem Innendurchmesser von sieben Metern. Die Trockensteinmauer, die sich bis an den Turm erstreckt, deckt sich mit der Grenzlinie der Finca d’es Castell. Nach einer kleinen Rast und dem Ausblick auf die Felsküste beginnt darum an dieser Stelle für uns der Rückweg. Wir nutzen den Rückweg für einen Blick auf den Küstenstreifen der Finca de Can Marroig. Der Weg verläuft durch die steinige Ebene nahe der zwischen fünf und acht Meter zum Meer abfallenden Steilküste. Er führt uns in die Nähe des Racó des Banc. Dabei handelt es sich um eine Art Zufluchtsort für Boote, der einen der wenigen praktikablen meer- und landseitigen Zugänge zu diesem Teil der nordwestlichen Küste der Insel bildet. Praktisch die gesamte Küste des Naturreservats ist von zahlreichen kleinen Marès-Steinbrüchen geprägt. Der Abbau von Marès-Stein für die öffentliche Hand oder Privatleute war derart intensiv, dass alle Mulden und kleinen Erhebungen in diesem Gebiet auf den Abbau und die Anhäufung dieses Materials zurückgehen. Viele dieser Mulden sind inzwischen mit Phönizischem Wacholder bewachsen, der bei der Befestigung der Sedimente eine grundlegende Rolle spielt. Um dieses Labyrinth aus Mulden und Erhebungen zu umgehen, führt der Weg ein wenig weiter ins Landesinnere. Allmählich kommen wir wieder in das bewaldete Gebiet und erneut in den Kiefernwald, der die Landschaft prägt. Wir nähern uns bereits dem Ende unserer Route und bald rückt das Haus Casa de Can Marroig ins Blickfeld.

PARC NATURAL DE SES SALINES D’EIVISSA I FORMENTERA

Can Marroig

  • Naturpark Ses Salines von Eivissa und Formentera Carrer Murcia, 6 - Eivissa 07800 Tel. 971 17 76 88.
  • Rastplatz Can Marroig

PARC NATURAL DE SES SALINES D’EIVISSA I FORMENTERA

Sant Francesc de s'Estany

(Català)

SANT FRANCESC DE S’ESTANY Centre d'interpretació Què hi ha al centre? El centre d'interpretació de Sant Francesc de és el lloc ideal per conèixer els valors del parc natural de ses Salines d'Eivissa i Formentera. Immers dintre del propi parc natural, forma part de les dependències de l’església de Sant Francesc de s’Estany, al termini municipal de Sant Josep de sa Talaia. Els visitants podran descobrir, una exposició dedicada a la sal, amb imatges modernes i eines antigues usades per a l’extracció de la sal i el dia a dia de una feina actualment mecanitzada però que durant moltes generacions van ser el homes i la seva fortalesa els encarregats de portar la sal a les nostres cases i més enllà de les nostres fronteres, Avui dia encara, gran part de la producció anual està destinada als països del nord d’Europa per salar el bacallà. Per concloure la visita podreu veure una magnífica projecció audiovisual en què, sense moure's del vostre seient, tindreu l'oportunitat de gaudir de tota la bellesa del parc, els seus valors naturals i paisagístics, inclosos els més inaccessibles, els del nostre medi marí. De què poden informar-me? El centre d'interpretació ofereix als visitants tota la informació que necesiten sobre el Parc natural: valors ambientals, itineraris, permisos, restriccions, agenda d'activitats, rutes i visites al centre guiades, possibilitats educatives...Les activitats Telèfon d’Informació: 971 177 688 Ext 3 i 4. Horari: dimecres, dijous, divendres, dissabte i diumenge. De 10h a 14h Dilluns, dimarts i dies Festius: Tancat. En ocasions especials, de poder obrir alguna tarda , PRÈVIA RESERVA, als grups que així ho sol·licitin al 971 17 76 88 ext.3-4 L'entrada és gratuïta.

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