NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

S’Albufera des Grau wurde 1995 mit Dekret 50/1995 zum Naturpark erklärt, nachdem sich Bürgerinitiativen über Jahre hinweg für den Schutz der Naturlandschaft eingesetzt hatten. Im Jahr 2003 wurden die Grenzen des Naturparks erweitert. Heute umfasst das Gelände insgesamt 5006,7 Hektar Land und Meeresboden. Zu dem Park gehören fünf spezielle Naturschutzgebiete(Reserven): die Inseln Addaia, S’Estany, Bassa de Morella, Es Prat und die Insel En Colom.

Das gesamte Gebiet wurde außerdem von der Balearenregierung zum ANEI-Schutzgebiet erklärt, und es gehört zum europäischen Netzwerk Natura 2000 und ist Kern des Biosphärenreservats. Zu dem Naturpark gehören verschiedene Naturlandschaften, die in unterschiedlichem Maße vom Einfluß des Menschen geprägt wurden: Feuchtzonen, Felder und Weiden, Wälder, Küstenzone mit Steilküsten und Stränden, Felseninseln und Unterwassergebiet.

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

April bis Oktober: Freitag, Samstag, Sonntag und Montag:von 9.00 bis 15.00 Uhr. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag:von 9.00 bis 19.00 Uhr. November bis März: Freitag, Samstag, Sonntag und Montag:von 9.00 bis 15.00 Uhr. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag:von 9.00 bis 17.00 Uhr. Im Besucherzentrum können Sie die permanente Ausstellung „S’Albufera des Grau, Herz des Biosphärenreservats“ besuchen.

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

  • Bitte seien Sie auf Ihren Touren durch den Park leise, damit andere Besucher und die Tierwelt nicht gestört werden.
  • Bitte beachten Sie, dass ein Großteil des Naturparks Privateigentum ist, und behindern Sie nicht den Betrieb der Landwirtschaftsbetriebe.
  • Für geführte Touren und Gruppen mit mehr als 25 Personen muss eine Genehmigung angefordert werden.
  • Das Betreten der Dünen ist verboten. Pferde sowie Fahr- u. Motorräder am Strand und in den Dünen sind nicht erlaubt.
  • Bitte ankern Sie nicht über den Neptungraswiesen.
  • Ohne ausdrückliche Genehmigung darf kein Feuer angezündet oder gezeltet werden.
  • Bitte nehmen Sie weder Steine noch Steinplatten aus dem Bereich des Parks mit.
  • Bitte reißen Sie keine Pflanzen aus und respektieren Sie die Tierwelt.
  • Das Mitführen von Haustiere in den Gebieten, die unter strengem Schutz stehen, wie Favàritx und die Umgebung von S’Albufera, ist untersagt.
-Für den Harpune Fischfang brauchen Sie eine besondere Genehmigung des Parks.

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NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

Anfahrt Sie erreichen den Naturpark s’Albufera des Grau über die Landstraße in Richtung Es Grau, Kilometerpunkt 3,5-Abzweigung nach Llimpa. Nach 300 m kommen Sie zum Empfangszentrum Rodríguez-Femenías. Wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel nehmen möchten, fahren Sie mit der Linie Maó – Es Grau (Autos Fornells). Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: (menorca.tib.org). Am Ortseingang von Es Grau befindet sich der Beginn der blauen Route, der sog. Sa Gola.

MAPA

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

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NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

Ausgedehnte Olivenhaine dominieren das gesamte Innere des Naturparks, mit Ausnahme der feuchteren Niederungen, den unter Wasser liegenden Zonen und dem Küstengebiet. Die dicht bewachsenen Haine bestehen vornehmlich aus dem Wildem Ölbaum (Olea europaea var. sylvestris), aber es sind auch Mastixstrauch (Pistacia lentiscus), Mittlere Steinlinde (Phillyrea media) und an den steinigen und trockeneren Hängen die Baumartige Wolfsmilch (Euphorbia dendroides) anzutreffen. An den Stellen, die aufgrund der Tiefe des Bodens oder der Ausrichtung etwas feuchter sind, findet man kleine Steineichenwälder. In den Unterewasserzonen wachsen Wasserpflanzen. An den Stränden findet man eine sehr ausgeprägte Dünenvegetation; an der Steilküste wächst der Baleren-Dorntragant, eine recht stachelige Art, die durch Wind und Meeresgischt die Form eines Kissens angenommen hat. Die Balearen-Dorntragenten gehören zu den Pflanzen mit den meisten endemischen Ausprägungen auf Menorca. Der Park zeichnet sich durch seine enorme Vielfalt an Vogelarten aus: Wasservögel wie Enten, Blesshühner, Krähenscharben und Raubvögel wie Komorane, Fischadler, Milan oder Zwergadler. Unter den Reptilien und Amphibien ist besonders die Balearen-Eidechse (Podarcis lilfordi) zu erwähnen, eine für Mallorca und Menorca endemische Art. Sie kommt nur auf den Felsinseln vor, wo sie sich noch in weitere Untergruppen verzweigt hat. Andere interessante Arten sind Wechselkröte, Mittelmeerlaubfrosch, Unterarten von Land und Wasserschildkröten, Ruineneidechse, Kapuzennatter und Treppennatter. Unter den Säugetieren sind besonders Fleischfresser wie Wiesel und Marder erwähnenswert, sowie Insektenfresser wie Igel oder Spitzmaus und Nagetiere wie der Gartenschläfer. Zu dem Naturpark gehören auch einige Unterwassergebiete vor der Küste mit verschiedenartigen Meeresböden. In den Bereichen mit weichem Untergrund überwiegen die Neptungraswiesen (Posidonia oceanica). In den geschlossenen flachen Buchten tauchen andere Seegrasarten auf wie das Tanggras (Cymodocea) und das kleine Seegras (Zoostera), seltene marine Blütenpflanzen im Mittelmeer. Aber es gibt auch felsigen Meeresgrund mit sehr interessanten Gruppen von Algen. Auf beiden Untergründen lassen sich verschiedene Arten von Fischen und Wirbellosen beobachten.

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In dem Naturpark sind die verschiedenen Elemente des kulturellen Erbes von Menorca vertreten. Zahlreiche archäeologische Reste („Talaiots, Navetes, Taules…“) und völkerkundliche Spuren (Trockenmauern, Steinbaracken…) sind Zeugnisse für das menschliche Zusammenleben mit der Natur in diesem Gebiet seit der Vorgeschichte. Einige der Bauernhäuser („cases de lloc“) im Naturpark sind schöne Beispiele für die traditionelle Bauweise auf Menorca.

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Zu dem Naturpark gehören einige landwirtschaftlich genutzte Gebiete mit kleinen Forsten, in dem der Eingriff durch den Menschen eine Landschaft mit großer Artenvielfalt an Fauna und Flora begünstigt hat. Ausgedehnte Kuh u. Schafweiden, Felder für Futtergetreide wechseln sich ab mit Brachland und mehr oder weniger dicht bewachsenen Olivenhainen. Das Ergebnis ist ein Mosaik aus verschiedenen Landschaften mit einer Vielfalt an Lebensräumen, in dem zahlreiche Tier und Pflanzenarten zu Hause sind. Diese Vielfalt beruht auf einem Gleichgewicht, für das die Viehzucht eine wichtige Rolle spielt.

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

  • Rodríguez Femenias Zentrum. Ctra. de Maó a es Grau, km 3.5, Abzweigung Llimpa, 07700 Maó, Illes Balears. Tel.: 971 17 77 05 / 609 601 249. Bürozeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr.
  • 2 Vogelobservatorien.
  • Wohnung für Forscher Rodríguez Femenias.
  • Labor.

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NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

Für alle, die aufgrund irgendeiner körperlichen oder geistigen Behinderung das Naturgebiet nicht besuchen können, besteht die Möglichkeit, die Routen in einem Joëlette-Rollstuhl zurückzulegen. Wenn Sie eine Route aus unserem Angebot wählen möchten, schlagen wir Ihnen bei der Informationsstelle des öffentlichen Landgutes gerne verschiedene Möglichkeiten vor. (Kontakttelefon des öffentlichen Landguts: 971 18 53 63) Um einen Besuch zu vereinbaren, setzen Sie sich bitte mindestens drei Wochen vorher mit den Freiwilligen des Roten Kreuzes in Verbindung. (Servicetelefon des Roten Kreuzes, verfügbar rund um die Uhr: 971 29 50 00) Der Besuch kann immer dann vereinbart werden, wenn Freiwillige verfügbar sind. Das Projekt wurde vollständig vom Hilfswerk der Bank „La Caixa“ finanziert. Was sind Joëlette-Rollstühle? Dabei handelt es sich um einrädrige, geländegängige Rollstühle, die Personen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit geben, auf nicht barrierefreien Wegen mit der Hilfe von drei oder mehr Begleitpersonen Wanderungen zu machen. Zugänglichere Naturschutzgebiete Die Naturschutzgebiete auf den Balearen bieten viele Möglichkeiten, die Natur zu genießen, aber in vielen Fällen war es bisher für Personen mit eingeschränkter Mobilität schwierig, dorthin zu gelangen. Jetzt ist es mit den Joëlette-Rollstühlen auch für diese Menschen möglich, die Natur direkt zu genießen. 12 Rollstühle stehen zur Verfügung Wir besitzen 12 Joëlette-Rollstühle, die in den Naturschutzgebieten der Balearen benutzt werden können: acht Rollstühle auf Mallorca, zwei auf Menorca, einer auf Ibiza und einer auf Formentera. Außerdem wurde eine Gruppe mit Freiwilligen zusammengestellt, die diese Stühle fahren können. Wer kann eine Route in einem Joëlette-Rollstuhl machen? Alle, sowohl Bewohner der Balearen als auch Auswärtige, die aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung nicht im Naturschutzgebiet wandern können, haben die Möglichkeit, in einem Joëlette-Rollstuhl eine Tour durch die Naturschutzgebiete auf den Balearen zu machen. Die Benutzung der Joëlette-Rollstühle ist aufgrund ihrer Merkmale auf Personen mit einem Gewicht von maximal 120 kg beschränkt. Welche Routen sind möglich? Die Naturschutzgebiete auf den Balearen haben sehr viele Strecken zu bieten. Erkundigen Sie sich für jeden einzelnen Fall, welche Wege am empfehlenswertesten sind, sowohl wegen ihrer Merkmale als auch ihres Schwierigkeitsgrades und abhängig von der Jahreszeit. Das Personal der Naturschutzgebiete kann Sie ausführlich beraten. Anfragen Auf Mallorca: Tel.: 971 295000 (24 Stunden), Rotes Kreuz der Balearen. Auf Menorca: Tel.: 971 17 77 05, montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr. Auf Ibiza und Formentera: Tel.: 971 30 14 60, montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr. Die Anfragen müssen mindestens 3 Wochen im Voraus gestellt werden. Der Tag für die Wanderung wird je nach Verfügbarkeit der Freiwilligen festgelegt. Wenn Sie bereits über die entsprechend ausgebildeten Begleitpersonen verfügen, die Joëlette-Rollstühle fahren können, muss die Verfügbarkeit der jeweiligen Anzahl an Rollstühlen bestätigt werden. Auch Bildungseinrichtungen können für gebuchte Ausflüge aus dem Lehrangebot der Naturschutzgebiete diese Rollstühle anfordern, indem sie auf dem Antragsformular angeben, wie viele sie benötigen. Die Benutzung eines Joëlette-Rollstuhls unterliegt der Verfügbarkeit des entsprechenden Fahrers. Die Rollstühle werden vollkommen kostenlos verliehen.

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

       
  • Sa Gola
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  • Santa Madrona
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  • Mirador de cala Llimpa

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

Sa Gola

Dificultad:Niedrig
Distancia:1,70 km
Duración:45 min
Requisitos:(English) The trail is flat and can be followed on foot. There is access for visitors with limited mobility in the areas around Sa Gola
Recomendaciones:Der Weg kann zu Fuß zurückgelegt werden. Er verläuft eben und ist in der Umgebung von Sa Gola auch geeignet für Gehbehinderte
Temática:Landschaft, flora und fauna

Color:   

Die Wanderung verläuft entlang des Kanals von Sa Gola und der Dünenlandschaft am Strand von Es Grau. Diese Strecke ist im Sommer besonders angenehm, da man im Schatten eines Kiefernwaldes und in Meeresnähe wandert.

Etapas

Wir beginnen unseren Weg auf dem Parkplatz eines Fußballplatzes nahe des Küstendorfes Es Grau und legen etwa 200 Meter auf der Straße Maó-Es Grau zurück, bis wir rechter Hand eine Abzweigung erreichen, an der wir auf eine von Tamarisken umwachsene Schranke aus Olivenholz stoßen. Sollten Sie mit dem Fahrrad unterwegs sein, können Sie dieses dort abstellen. Sa Gola – so wird der kleine Kanal zwischen dem Naturschutzpark S’Albufera des Grau und dem Meer genannt. Eine Steinbrücke überquert ihn genau am Anfang unserer Route. Unter der Steinbrücke befindet sich eine der Schleusen, die den Wasserstrom zwischen S’Albufera und dem Meer regulieren. Früher wurde das Schleusensystem ausschließlich für den Fischfang genutzt, heutzutage dient es dem Erhalt der Lagune. Man reguliert damit den Wasserstand (wichtig für die Erhaltung der Unterwasservegetation), den Salzgehalt (entscheidend für die Zusammensetzung von Plankton und Wassergewächsen) und den Durchfluss zum Meer (lebenswichtig für Wanderfische). Dadurch entsteht das ideale Ökosystem für eine große Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten. Diese Kontrolle ist unerlässlich, da der Raubbau am Grundwasser von S’Albaida, im Stadtgebiet Alaior, einige Quellen, die S’Albufera speisten, zum Versiegen gebracht und sich negativ auf die Dynamik des Parks ausgewirkt hatte.
Nachdem wir die Steinbrücke überquert haben, erreichen wir einen Holzsteg, der die Salzpflanzenvegetation vor den Wanderern schützt. Diese Gegend zeichnet sich durch eine sehr eigentümliche Vegetation aus, die sich an die drastischen Änderungen des Wasserstandes und des Salzgehalts angepasst hat. Besonders erwähnenswert sind die Gliedermelde (Arthrocnemum fruticosum), die Portulak-Keilmelde (Halimione portulacoides), der Steckenkraut-Strandflieder (Limonium ferulaceum) und der Salz-Alant (Inula crithmoides).
Wir folgen den Schildern, lassen den Holzsteg hinter uns und kommen nach einem kurzen und steilen Anstieg zum Aussichtspunkt. Dort können wir einen herrlichen Blick genießen: im Westen S’Albufera, im Norden Sa Bassa Salada und die Dünenlandschaft. S’Albufera des Grau hat eine Fläche von etwa siebzig Hektar und erreicht eine Tiefe von bis zu drei Metern. Der Naturpark ist von kleinen Hügeln eingeschlossen und hier kann man herrliche Sonnenuntergänge beobachten. Sa Bassa Salada ist eine kleine, isolierte Salzwasserlagune in S’Albufera. Im Sommer färbt sich das Wasser in der Lagune rot. Das liegt an einer Bakterie, die ein entsprechendes Pigment synthetisiert, wenn es im Wasser an Sauerstoff mangelt.
Während wir vom Aussichtspunkt herabsteigen, können wir die Trockensteingehege (ohne Zement errichtet) bestaunen, die traditionell für die Fischerei benutzt wurden. Dabei handelt es sich um eine Art Wasserbecken, in denen eine große Zahl Fische angesammelt wurden, die man dann anschließend mit verschiedenen Techniken fischte. Diese Becken wurden an der engen Stelle der Lagune errichtet, bevor diese ins Meer mündet. Um die Fische von der Lagune in die Becken zu bringen, nutzten die Fischer den Wasserdruck nach starken Regenfällen oder deren Verhalten während der Laichzeit. Damit wurden die Fische in ein Mauersystem – auf Menorca enfàs genannt – gezwungen, das über mehrere Luken mit dem Beckensystem verbunden war. Heute ist das Fischen in der Lagune des Albufera von Es Grau nur sehr eingeschränkt möglich. Der einzig erlaubte Fischfang ist der des Aals und dazu ist eine Erlaubnis der zuständigen Behörde erforderlich.
Wir setzen unseren Weg durch die Dünen Richtung Strand fort. Die Dünen sind durch die Vegetation gefestigt. Vor Jahrzehnten wurde ein Teil des Wacholderhains haltlos abgeholzt und das Holz für den Bau von Häusern und den Fußballplatz im Dorf verwendet. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden Kiefern gepflanzt. Inzwischen kann man mit Freuden feststellen, wie gut sich die ursprüngliche Vegetation erholt hat: Phönizischer Wacholder (Juniperus phoenicea subsp. turbinata), Stechpalmen-Kreuzdorn (Rhamnus alaternus), Steineiche (Quercus ilex). Die Phönizischen Wacholder haben ein flaches Wurzelsystem und sind damit in der Lage, die Dünen zu festigen, sich über eine größere Fläche zu erstrecken und das wenige Wasser aufzufangen, das gefiltert oder vom Sandboden aufgehalten wird. Eines der Säugetiere, die die Düne bewohnen, ist die schwarze Hausratte (Rattus rattus). Sie ernährt sich von jungen Pinienzapfen. Auch einen Igel (Atelerix algirus) kann man hin und wieder zu sehen bekommen. Unter den Vogelarten, die die Wälder bewohnen, kann man der Turteltaube (Streptopelia turtur), dem Buchfink (Fringilla coelebs) oder der Kohlmeise (Parus major) begegnen. Unter den Reptilienarten muss die Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni) genannt werden, da sie in diesem Gebiet eine der höchsten. Die Dünen-Trichternarzisse Bevölkerungsdichten der Welt aufweist. Unter den Insekten ist besonders auf einen kleinen, blaugrünen, metallisch glänzenden Käfer hinzuweisen, der endemisch auf den Balearischen Inseln ist, der Balearische Tatzenkäfer (Timarcha balearica), im Volksmund monja oder escarabat de sang genannt. Der Weg wird Richtung Bol Llarg, am Strand von Es Grau, fortgesetzt, wo wir eine besondere Dünenlandschaft vorfinden. Es handelt sich um ein sehr empfindliches Ökosystem, weil die Dünenbildung beweglich ist und während der Sommermonate stark von den Menschen beeinträchtigt wird. Um es zu erhalten, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, z. B. die Abgrenzung des Gebiets für Badegäste oder die Umverteilung von Neptungras (Posidonia oceanica) als natürliche Schranke, die den Sand zurückhalten soll. Diese Maßnahmen haben zu einer enormen Erholung der Dünenlandschaft und der Erhaltung des Strandsandes geführt. Mitten in der Dünenlandschaft, nahe dem Ufer, entdecken wir verschiedene Pflanzen. Diese sind perfekt angepasst an den sandigen, sehr instabilen Untergrund, der nur wenig Wasser aufnehmen kann. Dazu gehören die Dünen‑Trichternarzisse (Pancratium maritimum), die Stranddistel (Eryngium maritimum), die Quecke (Elymus farctus) und der Gewöhnliche Strandhafer (Ammophila arenaria).
Im Meer stoßen wir auf die Wiesen von Neptun- und Seegräsern (Posidonia oceanica und Cymodocea nodosa), Meeressamenpflanzen, die in diesem Zusammenhang eine wichtige Doppelrolle spielen: Die toten Überreste sammeln sich am Ufer und schützen somit den Strandsand vor Winterstürmen; darüber hinaus halten die Sprossen der lebenden Pflanzen den Sand auf, und ihre Blätter federn die Wirkung der Wellen auf dem Sanduntergrund ab Außerdem finden sich auch verschiedene Arten von Algen, die in felsigen Gegenden wachsen, darunter vor allem Meeresalgen der Gattung Cystoseira, die überall sonst im Mittelmeerraum durch die menschliche Einwirkung und die Umweltverschmutzung sehr beeinträchtigt ist. Von hier aus können wir am Strand entlang bis zum Dorf Es Grau zurückkehren, ein Wohngebiet, das es verstanden hat, seinen menorquinischen Charakter beizubehalten.
Die Wanderung verläuft entlang des Kanals von Sa Gola und der Dünenlandschaft am Strand von Es Grau. Diese Strecke ist im Sommer besonders angenehm, da man im Schatten eines Kiefernwaldes und in Meeresnähe wandert.

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

Santa Madrona

Dificultad:Niedrig
Distancia:2,8 km
Duración:1 h
Requisitos:Es muss zu Fuß zurückgelegt werden
Recomendaciones:Der beste Weg, um Wasservögel zu beobachten

Color:   

Diese Route führt entlang des Südwestufers der Lagune im Naturschutzpark S’Albufera des Grau und ist ideal für die Beobachtung von Wasservögeln, da sie in der Nähe der Lagune verläuft und über mehrere Aussichtspunkte verfügt. Es empfiehlt sich, die Route ganz in Ruhe zu machen und lange Pausen an den interessanten Punkten einzulegen.

Etapas

Die Strecke beginnt vor dem Empfangs- und Interpretationszentrum Rodríguez i Femenias, dessen Besuch sich ebenfalls lohnt. Hier wird eine interessante Dauerausstellung über die Ökosysteme in S’Albufera des Grau und einen Dokumentarfilm über S‘Albufera geboten und es ist der Ausgangspunkt für Führungen und weitere Aktivitäten, die im Naturpark zur Verfügung stehen. Auf dem Parkplatz des Empfangszentrums können wir unser Fahrzeug abstellen. Wenn wir der Straße 200 Meter in Richtung Lagune folgen, kommen wir zu einem Kreisel mit einem Olivenbaum in der Mitte. Links vom Kreisel passieren wir eine Schranke aus Olivenholz und eine Steintreppe. Hier beginnt unser Weg. Gleich zu Beginn des Wegs stoßen wir auf Schutzschirme aus Holz, durch die wir den Panoramablick auf die Bucht von Sa Font genießen, ohne die Vogelwelt zu stören. Wir folgen dem Weg und erreichen eine Gabelung, an der wir rechts abbiegen müssen. Nach wenigen Metern kommen wir erneut an eine Weggabelung, an der wir noch einmal rechts abbiegen und dann immer geradeaus bis zur Spitze Punta de Ses Ànedes gehen.
Unten, an der Spitze Punta de Ses Ànedes, befinden sich linker Hand zwei Schutzschirme aus Holz und davor eine Holzhütte. Von dort aus können wir unbemerkt die Vögel beobachten. Es handelt sich um Vögel, die die Lagune als Rast- und Futterplatz nutzen. Einige davon leben das ganze Jahr über in S’Albufera (sesshafte Vogelarten), andere bleiben nur vorübergehend (Zugvögel). Von den Zugvögeln kommen einige aus Nordeuropa zum Überwintern und leben hier von November bis Februar, andere stammen aus Afrika und kommen während des Sommers zum Brüten in die Lagune. Am häufigsten sieht man in diesem Gebiet u. a. das Blässhuhn (Fulica atra), die Stockente (Anas platyrhynchos), der Kormoran (Phalacrocorax carbo), die Tafelente (Aythya ferina), der Graureiher (Ardea cinerea), der Stelzenläufer (Himantopus himantopus). Darüber hinaus treffen wir auf für diesen Naturschutzpark typische Vogelarten, wie den Fischadler (Pandion haliaetus) und den Rotmilan (Milvus milvus). Das Blässhuhn, mit schwarzem Gefieder und weißem Schnabel, ist die häufigste Vogelart im Park. Besonders zahlreich sind sie im Winter, auch wenn ein kleiner Teil der Population die Lagune das ganze Jahr über bewohnt. Die Blässhühner ernähren sich von Wasserpflanzen wie der Strand-Salde (Ruppia cirrhosa) oder dem Kamm-Laichkraut (Potamogeton pectinatus). Die Kormorane (Phalacrocorax carbo subsp. sinensis), mit schwarzem Gefieder und schlankem Körper, kommen im Winter in großer Zahl aus Dänemark, Holland und Deutschland und ernähren sich von Fischen. Der Stelzenläufer (Himantopus himantopus) ist weiß und hat lange Beine. Mit seinen breiten, platten Füßen kann er auch auf Schlamm laufen. Wittern sie Gefahr, so geben sie einen typischen Ruf von sich, weswegen sie auch die avisadors (wörtlich: Alarmmelder) genannt werden. Mit etwas Glück kann man den Fischadler (Pandion haliaetus) beobachten, wie er in der Lagune Meeräschen und Aale mit seinen Krallen fängt. In einigen Bereichen des Parks S’Albufera gibt es Stellen, die die Vögel als Rastplatz und Aussichtspunkt nützen können. Nachdem wir uns Zeit für die Beobachtung der Vögel genommen haben, setzen wir unsere Wanderung fort und kehren auf den gleichen Weg zurück, der uns zur Punta de Ses Ànedes führte.
Etwa hundert Meter weiter geradeaus erreichen wir die Bucht von Santa Madrona, wo in Wassernähe die typischen Feuchtgebietspflanzen wachsen. Es handelt sich sowohl um Süßwasserpflanzen, wie das Schilfrohr (Phragmites australis) oder die Echte Zaunwinde (Calystegia sepium), als auch um Salzwasserpflanzen, wie etwa verschiedene Simsenarten (Scirpus maritimus und Scirpus littoralis), Tamarisken (Tamarix africana) und Salzkräuter (Salsola soda). Ebenfalls vorhanden sind einige Binsenarten (Juncus subulatus, Juncus acutus, Juncus maritimus). Wir setzen unsere Wanderung fort, bis wir einen breiteren Weg erreichen. Von dieser Stelle aus können wir entweder links abbiegen, wo wir wieder an den Ausgangspunkt unserer Wanderung gelangen, oder aber den Pfad zu unserer Rechten nehmen, um die restliche Strecke zurückzulegen. In diesem Fall müssen wir immer nach Westen gehen, bis wir eine Abzweigung nach rechts erreichen, die uns bis zum Ende der Lagune, also bis vor die kleinen Inseln Illot d’en Mel und Illot des Cagaires, führen wird.
Im westlichen Teil des Parks S’Albufera befinden sich drei kleine Binneninseln (illots auf katalanisch). Die größte davon wird Illot d’en Mel genannt, auf der die einzige Poblation der Balearen-Eidechsen (Podarcis lilfordi) zu finden ist. Von dort aus können wir auch die kleineren Binneninseln Illot d’en Petit oder Illot des Cagaires betrachten. Bei Letzterer handelt es sich um eine Klippe, die ihre weiße Farbe den Exkrementen von Hunderten von Kormoranen verdankt und dadurch unverwechselbar ist. Weitere kleine Inseln innerhalb der Lagune sind Illot des Pardals und Illot des Soldat. Die Erhaltung der Balearen-Eidechse auf der kleinen Insel Illot d’en Mel ist so wichtig, dass sie die Bewirtschaftung des Wassers in S’Albufera des Grau bestimmt. Eine zu starke Senkung des Wasserpegels etwa würde das Überleben der Eidechsen gefährden, da dann auch deren potenzielle Fressfeinde wie beispielsweise Katzen oder Marder auf die Insel gelangen würden.
Kurz vor dem Ende unserer Wanderung kommen wir erneut an zwei Schutzschirme aus Holz, die als Aussichtspunkte dienen und von denen aus man einen wunderbaren Panoramablick auf Es Prat de S’Albufera hat. Es Prat de S’Albufera ist eine wasserdichte und fast ebene Fläche, die im Winter überschwemmt wird. Dieses Gebiet ist ein idealer Lebensraum für viele Pflanzenarten, wie Orchideen, und auch für einige Tiere, wie Libellen, Enten, Frösche und Marder. In den 50er Jahren begann man, in Es Prat Reis anzubauen. Schon bald aber stellte sich dieses Unterfangen als wenig rentabel heraus und wurde aufgegeben. Heutzutage grasen hier gelegentlich Kühe einer einheimischen menorquinischen Rasse.
Von hier aus können wir hinter Es Prat die landwirtschaftlich genutzten Ebenen von Es Favàritx sehen. Dort befinden sich die llocs Sa Boval Vella, L’Estància des Prat und Sa Bolaveta. Im Hintergrund sieht man die Konturen des Hügels Puig de Sa Sella, ein geomorphologisches Naturgebilde, das an die Form eines Reitsattels erinnert. Die llocs sind ländliche sozioökonomische Einheiten auf der Insel. In diesem Gebiet werden heutzutage hauptsächlich Milchkühe für die Herstellung von Käse gehalten und semi-extensive Landwirtschaft betrieben. Diese Art der Bodenbewirtschaftung und das Fruchtfolgesystem (Saatgut) haben dazu beigetragen, dass sich hier ein Mosaik aus Weideflächen, landwirtschaftlich genutzten Gebieten und bewaldeten Flächen gebildet hat, eine Struktur, die das Erhalten und die Qualität des Landschaftsbildes bei gleichzeitigem Bestehen einer hohen Artenvielfalt ermöglicht. Das Pflegen der Lebensgewohnheiten, die zur Erhaltung der Natur und ihrer Schätze dienen, ist das Hauptziel bei der Verwaltung des Naturparks S’Albufera des Grau.

NATURSCHUTZPARK S’ALBUFERA DES GRAU

Mirador de cala Llimpa

Dificultad:Niedrig
Distancia:1.70 km
Duración:40 min
Recomendaciones:-
Temática:Fauna, Flora und Landschaft

Color:   

Diese Route ist landschaftlich die reizvollste und der am wenigsten bekannte der drei Wege im Gebiet der Albufera des Grau. Sie führt am südöstlichen Ende der Lagune entlang. Es empfiehlt sich, die Route ganz in Ruhe zu machen und lange Pausen an den interessanten Punkten einzulegen.

Etapas

Die Route startet am Empfangs - und Informationszentrum des Naturschutzparks S’Albufera des Grau. Dieses Zentrum ist dem berühmten menorquinischen Botaniker Joan Joaquim Rodríguez i Femenias gewidmet. Der Gelehrte aus dem frühen 20. Jahrhundert legte den ersten vollständigen Katalog der Flora Menorcas an und lieferte außerdem zahlreiche wissenschaftliche Beiträge zur Welt der Algen und der Pflanzen im Allgemeinen. Das Zentrum wurde im Januar 2004 eröffnet. Hier gibt es eine ständige Ausstellung über die Ökosysteme der Albufera des Grau und man kann einen Film über das Naturschutzgebiet ansehen. Außerdem starten an diesem Ort die Führungen und andere Aktivitäten, die im Park angeboten werden. Auf dem Parkplatz des Empfangszentrums können wir unser Fahrzeug abstellen. Wenn wir der Straße 200 Meter in Richtung Lagune folgen, kommen wir zu einem Kreisel mit einem Olivenbaum in der Mitte (rotonda de l‘olivera). Nachdem wir rechter Hand die Schranke aus Olivenholz passiert haben, beginnt unser Weg.
Nur wenige Meter hinter der Schranke kommen wir an einen Abzweig nach links, auf dem wir zu dem Vogelobservatorium namens Aguait d’en Biel gelangen, einem Holzhäuschen, von dem aus wir die Vögel in der Bucht von Sa Font beobachten können. Wir gehen zurück zum Hauptweg, der sanft ansteigt, bis wir auf 20 Meter über dem Meeresspiegel direkt über den höchsten Klippen der Albufera des Grau (oberhalb von Es Tamarells) stehen. Sehr bald gabelt sich der Weg. Wir gehen auf dem Weg zur Linken weiter, wo wir sofort auf eine Olivenholzschranke stoßen, die wir seitlich passieren. In diesem Gebiet befindet sich ein Baumbestand aus wilden Olivenbäumen (Olea europaea var. sylvestris) und Klippenziesten (Prasium majus), der „Prasio-Oleetum“ oder menorquinischer Olivenhain genannt wird. Typisch sind neben den wilden Olivenbäumen auch der Mastixstrauch (Pistacia lentiscus), Kreuzdorn (Rhamnus alaternus) und Steinlinden (Phillyrea media und P. latifolia). Unter den hier lebenden wärmeliebenden Pflanzen, ist besonders auf die Baum- olfsmilch (Euphorbia dendroides) hinzuweisen, die im Sommer ihre Blätter verliert; das Meerträubchen (Ephedra fragilis) mit seinen eigenwilligen, vom Wind gestalteten Formen, ebenso wie der Dornginster (Calicotome infesta), der im Frühling den Weg in leuchtendes Gelb taucht. Außerdem gibt es auf diesen nach Norden ausgerichteten Klippen interessante Arten von Pflanzen, die im Winter blühen, wie Strauß-Narzissen (Narcissus tazetta) oder Glöckchenlauch (Allium triquetrum).
In den Zonen, in denen diese Route offene Flächen durchquert, kann man bei Frühlingsbeginn häufig eine Fülle von Orchideengewächsen entdecken, wie die Gelbe Ragwurz (Ophrys lutea), Bremsen-Ragwurz (O. bombyliflora) oder Echten Zungenstengel (Serapias lingua). Die Orchideen Menorcas sind kleinwüchsig, aber sehr vielfältig und ihre Blüten gehören der letzten Stufe der Blütenevolution an. So stellt die Form der Blüten einen sehr effizienten Mechanismus dar, um die Insekten zu täuschen und auf diese Weise bestäubt zu werden.
Wenn wir auf dem ersten Wegabschnitt auf den westlichen Teil der Bucht von S’Albufera blicken, sehen wir davor die kleinen Inselchen (auf katalanisch Illots) liegen. Auf dem Inselchen Illot d‘en Mel, dem größten der Albufera, befindet sich der einzige Bestand an Balearen-Eidechsen (Podarcis lilfordii) auf einer Binneninsel der Balearen der Balearen. Diese Art, die auf den kleinen Inseln von Mallorca und Menorca endemisch ist, hat sich aufgrund der geografischen Isolierung auf jeder dieser Inseln zu einer eigenen Unterart entwickelt. Die Entdeckung dieser Eidechse im Jahre 1999 lieferte einen Beitrag zum Wissen um die ökologische Frühgeschichte der Albufera. Eidechse verschwand mit der Ankunft des Menschen und der von ihm eingeführten Raubtiere von Menorca. Das Überleben dieser Art auf dem Illot d‘en Mel beweist, dass die Lagune seit Tausenden von Jahren nie ausgetrocknet war.
Wir gehen weiter auf unserem Weg, passieren noch mehrere Olivenholz-Schranken und gelangen zu einem bewohnten Haus, einem Überbleibsel der Sangril·la-Siedlung. Dies ist der Name des urbanistischen Projektes, das in den Siebzigerjahren für den kompletten südlichen Teil der Albufera geplant war – mit dazugehörigem Golfplatz und der Umgestaltung der Lagune zu einem Sporthafen. Zweifelsohne wäre der Eingriff in das Gelände und die Landschaft extrem gewesen. Eine Reihe von Bürgerinitiativen erhoben Protest wegen der Gefährdung, die die Siedlung für die Umwelt bedeutet hätte. Die Proteste wurden von der Regierung erhört, die daraufhin begann, einen urbanistischen Plan samt Abrissvorgaben für ein Gebiet zu erstellen, das bereits bebaut war. Dieser Prozess gipfelte zum Teil darin, dass die Albufera des Grau 1995 zum Naturpark erklärt wurde.
Wir folgen dem Weg und kommen schließlich nach Ses Puntes, wo ein paar Steinbänke stehen, auf denen wir uns ausruhen und die Landschaft genießen können. Von diesem Punkt aus kann man links die Landzunge Punta de na Verda sehen, rechts die Llimpa-Bucht und gegenüber das Gebiet von Sa Gola. Die Spitze von na Verda ist von Wald- und Buschbestand bewachsen. Wenn man Richtung Llimpa-Bucht schaut, sieht man, wie die Uferzonen der Albufera mit Strandsimse (Scirpus maritimus), Strand-Salzmelde (Halimione portulacoides) und Afrikanischen Tamarisken (Tamarix africana) bedeckt sind. Diese bieten verschiedenen Vogelarten Unterschlupf bei der Brut und Aufzucht, wie dem Blässhuhn (Fulica atra) und dem Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis). Richtung Sa Gola kann man eine große Anzahl Kiefern sehen und dahinter das Meer.
Der Aussichtspunkt von Ses Puntes ist ein guter Ort, um zu verstehen, wie sich die Albufera des Grau gebildet hat. Die Albufera hat eine freie Wasserfläche von 70 Hektar. Die Wassertiefe ist sehr unterschiedlich und beträgt im Schnitt 1,37 Meter, mit einer maximalen Tiefe von drei Metern. Diese Tiefe entsteht nach starken Regenfällen und die niedrigsten Werte werden im Sommer gemessen, wenn es nicht mehr regnet und viel Wasser verdunstet. S‘Albufera hat eine schmale, längliche Form mit unregelmäßigem Umfang und befindet sich auf einem Gelände der Karbonzeit, das vor rund 200 Millionen Jahren mit der Bildung der herzynischen Gebirgskette aus dem Meer auftauchte. Ursprünglich war die Lagune eine Verwerfung, die durch einen Fluss ausgehöhlt worden war. In jener geologischen Epoche lag der Meeresspiegel weitaus tiefer als heute und die Niederschlagsmenge war höher. Noch während der Eiszeit stieg der Meeresspiegel an und es bildete sich ein Dünenwall. Dieser förderte die Entstehung der Albufera sowie die Anhäufung von zahlreichen Ablagerungen, die die Ebene von Favàritx und den so genannten Prat der Albufera bildeten, so wie wir die Gegend heute kennen. Hier endet der Weg. Wir können nun auf demselben Weg, auf dem wir gekommen sind, zum Empfangund Informationszentrum zurückkehren.

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